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Server & Cal

Windows Server, SQL Server und CALs kaufen: Serverlizenzen und Zugriffslizenzen für Unternehmen

Diese Kategorie richtet sich an IT-Verantwortliche, Systemhäuser und Unternehmen, die einen eigenen Server betreiben oder erweitern: als Domänencontroller, Dateiserver, Terminalserver, Virtualisierungshost oder Datenbank-Backend.

Angeboten werden Windows Server von 2008 bis 2025 und Microsoft SQL Server von 2008 bis 2025 in den jeweiligen Editionen sowie die passenden Zugriffslizenzen: Windows Server User- und Device-CALs und RDS-CALs für Remotedesktop-Dienste.

Bei Serverprodukten reicht der Blick auf die Version nicht aus. Ob eine Umgebung korrekt lizenziert ist, entscheidet die Kombination aus Serverlizenz, Kernanzahl, Edition und der Zahl der zugreifenden Benutzer oder Geräte.

Verfügbare Produkte und Versionen

Windows Server ist das Fundament: Active Directory, DNS, DHCP, Dateifreigaben, Druckdienste, Hyper-V und Remotedesktop-Dienste. Windows Server 2025 und 2022 sind die aktuellen Versionen mit langem Supportzeitraum. Windows Server 2019 und 2016 bleiben für Bestandsumgebungen und Anwendungen relevant, die noch nicht für neuere Versionen freigegeben sind. Ältere Jahrgänge bis 2008 werden für Legacy-Systeme angeboten.

Die Editionen unterscheiden sich vor allem in der Virtualisierung: Standard erlaubt zwei virtuelle Maschinen pro vollständig lizenziertem Server, Datacenter beliebig viele. Essentials ist die Einstiegsedition für kleine Betriebe mit bis zu 25 Benutzern und 50 Geräten, die ohne CALs auskommt.

Microsoft SQL Server ist die Datenbankplattform für Warenwirtschaft, ERP, Branchensoftware und Auswertungen. Die Standard Edition ist wahlweise pro Kern oder nach dem Modell Server plus CAL lizenzierbar, Enterprise ausschließlich pro Kern. Angeboten werden SQL Server 2025, 2022, 2019 und ältere Versionen bis 2008.

Zugriffslizenzen (CALs) ergänzen die Serverlizenz: Jeder Benutzer oder jedes Gerät, das auf einen Windows Server zugreift, braucht eine Windows Server CAL. Für den Zugriff über Remotedesktop-Dienste kommt zusätzlich eine RDS-CAL hinzu.

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Wie funktioniert das Lizenzmodell Server plus CAL?

Microsoft trennt bei Windows Server und bei SQL Server Standard zwei Rechte: das Recht, die Serversoftware zu installieren und zu betreiben (Serverlizenz), und das Recht, auf diesen Server zuzugreifen (Client Access License, CAL). Die Serverlizenz allein deckt keinen einzigen Zugriff ab. Erst mit der passenden Zahl an CALs ist die Umgebung vollständig lizenziert. Eine CAL ist dabei keine Software, die installiert wird, sondern ein dokumentiertes Nutzungsrecht.

Der Vorteil dieses Modells ist die Skalierung mit der tatsächlichen Nutzung: Ein Server mit acht Anwendern braucht acht CALs, ein Server mit achtzig Anwendern achtzig. Der Nachteil ist der Verwaltungsaufwand, weil CALs für jedes Produkt separat gezählt werden und eine Windows Server CAL nicht für SQL Server gilt und umgekehrt.

Wie wird Windows Server lizenziert?

Windows Server Standard und Datacenter werden seit der Version 2016 nach physischen Prozessorkernen lizenziert. Es müssen alle Kerne des Servers abgedeckt sein, mindestens jedoch 16 Kerne pro Server und 8 Kerne pro Prozessor. Ein Server mit zwei Prozessoren zu je 8 Kernen benötigt also 16 Kernlizenzen, ein Server mit zwei Prozessoren zu je 12 Kernen 24. Angeboten werden die Lizenzen als 16-Core-Basislizenz oder in Paketen von 2 Kernen zum Aufstocken.

Zusätzlich braucht jeder zugreifende Benutzer oder jedes Gerät eine Windows Server CAL. Die CAL-Version muss mindestens der Serverversion entsprechen: Eine Windows Server 2025 CAL berechtigt zum Zugriff auf Server 2025, 2022 und älter, eine 2019 CAL dagegen nicht zum Zugriff auf einen Server 2025. Beim Versionswechsel des Servers müssen die CALs deshalb häufig mitgekauft werden.

Windows Server Essentials ist die Ausnahme: Die Edition ist auf einen Prozessor mit maximal 10 Kernen, 25 Benutzer und 50 Geräte begrenzt und benötigt keine CALs. Für einen kleinen Betrieb mit einem einzigen Server ist sie häufig die günstigste vollständig lizenzierte Variante. Sobald mehr Benutzer, ein zweiter Server oder Virtualisierung dazukommen, führt der Weg zu Standard.

User CAL oder Device CAL: Was ist günstiger?

Eine User CAL ist einem benannten Benutzer zugeordnet, der von beliebig vielen Geräten aus zugreifen darf, etwa vom Büro-PC, dem Notebook und dem Smartphone. Eine Device CAL ist einem Gerät zugeordnet, das von beliebig vielen Personen genutzt werden darf. Die Rechnung ist einfach: Haben Sie mehr Geräte als Personen, sind User CALs günstiger. Haben Sie mehr Personen als Geräte, etwa bei Schichtbetrieb an gemeinsam genutzten Arbeitsplätzen in Produktion oder Lager, sind Device CALs günstiger. Beide Arten lassen sich in einer Umgebung mischen.

Wann brauche ich zusätzlich RDS-CALs?

Sobald Benutzer oder Geräte über die Remotedesktop-Dienste (Terminalserver) auf einen Windows Server zugreifen, also einen kompletten Desktop oder zentral bereitgestellte Anwendungen nutzen, ist zusätzlich zur Windows Server CAL eine RDS-CAL erforderlich. Die RDS-CAL ersetzt die normale CAL nicht, sie kommt hinzu. Auch RDS-CALs gibt es als User- und Device-Variante und auch hier gilt die Versionsregel. Der reine Administrationszugriff über Remotedesktop für bis zu zwei Administratoren benötigt keine RDS-CAL.

Wie wird SQL Server lizenziert?

SQL Server Standard bietet zwei Modelle. Beim Modell Server plus CAL kaufen Sie eine Serverlizenz pro Instanz-Host und für jeden zugreifenden Benutzer oder jedes Gerät eine SQL Server CAL. Das rechnet sich bei einer überschaubaren, zählbaren Zahl von Anwendern, etwa einer Warenwirtschaft mit 15 Arbeitsplätzen. Beim Modell pro Kern lizenzieren Sie alle Kerne des Servers oder der virtuellen Maschine, mindestens 4 Kerne, in 2-Kern-Paketen, und die Zahl der Zugriffe spielt keine Rolle mehr. Das ist die richtige Wahl für Webanwendungen, Portale oder viele wechselnde Nutzer, bei denen CALs nicht mehr zählbar sind.

SQL Server Enterprise gibt es ausschließlich pro Kern. Die Standard Edition ist in der Version 2025 auf das kleinere Maß aus 4 Sockets oder 32 Kernen und auf 256 GB Arbeitsspeicher für den Puffer-Pool begrenzt; für die meisten mittelständischen Anwendungen ist das ausreichend. SQL Server Express ist kostenlos, aber auf 4 Kerne, rund 1,4 GB Arbeitsspeicher und 10 GB pro Datenbank beschränkt und eignet sich für kleine Anwendungen und Tests. Kaufen Sie SQL Server nicht ohne Blick auf die Freigabe Ihrer Fachanwendung: Viele Hersteller geben bestimmte SQL-Server-Versionen und -Editionen explizit frei.

Welche Versionen haben noch Support?

Bei Serverprodukten ist der Supportzeitraum das wichtigste Kaufkriterium nach der Anwendungsfreigabe, weil ein ungepatchter Server im Netzwerk ein Sicherheitsrisiko für die gesamte Umgebung ist. Die folgende Übersicht nennt das Ende des erweiterten Supports nach Microsoft Lifecycle; danach gibt es nur noch kostenpflichtige Extended Security Updates oder gar keine Updates mehr.

Produkt Ende erweiterter Support Einordnung
Windows Server 2025 November 2034 Aktuelle Version, empfohlen für Neuinstallationen.
Windows Server 2022 Oktober 2031 Mainstream-Support endet Oktober 2026, danach nur noch Sicherheitsupdates. Weiterhin gut geeignet.
Windows Server 2019 Januar 2029 Für Bestandsumgebungen und Anwendungen ohne Freigabe für neuere Versionen.
Windows Server 2016 Januar 2027 Nur noch für kurze Restlaufzeiten sinnvoll.
Windows Server 2012 / 2012 R2 und älter abgelaufen (Oktober 2023) Legacy, keine Sicherheitsupdates ohne kostenpflichtige ESU.
SQL Server 2025 voraussichtlich 2035/2036 (zehn Jahre nach Erscheinen) Aktuelle Version, seit November 2025 verfügbar.
SQL Server 2022 Januar 2033 Bewährte Version mit breiter Anwendungsfreigabe.
SQL Server 2019 Januar 2030 Für Anwendungen mit entsprechender Freigabe.
SQL Server 2017 Oktober 2027 Restlaufzeit begrenzt.
SQL Server 2016 und älter abgelaufen (2016: Juli 2026) Legacy, nur für isolierte Altumgebungen.

Wer eine ältere Version kauft, weil eine Anwendung sie voraussetzt, sollte prüfen, ob die aktuelle Lizenz Downgrade-Rechte enthält: Dann darf mit einer Windows Server 2025 Lizenz auch Server 2022 oder 2019 betrieben werden und der spätere Versionswechsel ist ohne Neukauf möglich. Ob das für das konkrete Angebot gilt, steht in der Produktbeschreibung.

Hinweis: Die Lizenzierung von Microsoft-Serverprodukten ist im Detail von den Produktbestimmungen Microsofts und vom Lizenztyp abhängig. Die Angaben auf dieser Seite beschreiben die Grundregeln. Bei größeren Umgebungen, Virtualisierung über mehrere Hosts oder Hosting für Dritte empfiehlt sich eine Lizenzberatung vor dem Kauf.

Häufige Fragen zu Windows Server, SQL Server und CALs

Ich habe Windows Server gekauft. Warum brauche ich zusätzlich CALs?

Die Serverlizenz erlaubt den Betrieb der Software, nicht den Zugriff darauf. Jeder Benutzer oder jedes Gerät, das Dienste des Servers nutzt, etwa Anmeldung an der Domäne, Dateifreigaben oder Drucker, benötigt eine Windows Server CAL. Ohne CALs ist die Umgebung nicht regelkonform lizenziert, auch wenn technisch alles funktioniert. Einzige Ausnahme ist die Essentials Edition.

Brauche ich pro Server einen Satz CALs?

Nein. Eine Windows Server CAL berechtigt den Benutzer oder das Gerät zum Zugriff auf alle Windows Server derselben oder älterer Version im Unternehmen. Sie zählen also Benutzer oder Geräte, nicht Server.

Wie viele Kernlizenzen brauche ich für einen Server mit einem 12-Kern-Prozessor?

16. Das Minimum von 16 Kernen pro Server gilt unabhängig von der tatsächlichen Kernzahl. Eine 16-Core-Lizenz deckt den Server ab. Bei einem Prozessor mit 20 Kernen benötigen Sie die 16-Core-Lizenz plus zwei 2-Core-Pakete.

Wie viele virtuelle Maschinen darf ich mit Windows Server Standard betreiben?

Zwei virtuelle Maschinen pro vollständig lizenziertem Host (alle Kerne, mindestens 16). Für zwei weitere VMs lizenzieren Sie alle Kerne des Hosts ein zweites Mal. Ab etwa zehn bis zwölf VMs auf einem Host ist Datacenter mit unbegrenzter Virtualisierung in der Regel günstiger.

Brauche ich für Zugriffe aus dem Internet auf einen Webserver CALs?

Für anonyme oder externe Nutzer, die nicht Mitarbeiter oder Vertragspartner sind, benötigen Sie keine CALs, wenn der Zugriff ausschließlich auf Webinhalte über IIS erfolgt. Sobald Mitarbeiter oder Geschäftspartner authentifiziert auf Serverdienste zugreifen, sind CALs erforderlich. Bei SQL Server im Kernmodell entfällt die Frage, weil dort keine CALs gezählt werden.

Kann ich mit einer SQL Server 2022 CAL auf SQL Server 2025 zugreifen?

Nein. Die CAL muss mindestens die Version des Servers haben. Umgekehrt berechtigt eine SQL Server 2025 CAL zum Zugriff auf SQL Server 2022 und ältere Versionen.

Gibt es Exchange Server in dieser Kategorie?

Nein, das Sortiment umfasst Windows Server und SQL Server samt zugehöriger CALs. Exchange Server wird seit 2025 nur noch als Subscription Edition mit verpflichtender Software Assurance über Volumenlizenzprogramme vertrieben.